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Diplom-Biologin Birgit Rödder

Tierverhaltenstherapie
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Über die Beschäftigung von Stubentigern

Ausschließlich im Haus lebende Katzen brauchen ausreichend Beschäftigung, um gesund, ausgeglichen und zufrieden zu bleiben. Eine schöne Wohnung mit vielen Spielzeugen und hochwertigem Futter alleine reicht dafür nicht lange aus. 
Eine Zweitkatze bzw. weitere Katze kann unter Umständen weiterhelfen, aber für jede menschenbezogene und anhängliche Katze (und das sind die meisten), ist die Beschäftigung mit ihrem "Dosi" immer noch die liebste.

Zunächst eine Überprüfung der Mindestanforderungen Ihres Haushaltes: 

  • Genügend Zimmer? - Eines mehr als Anzahl Katzen
  • Genügend Katzenklos? - Eines mehr als Anzahl Katzen
  • Genügend Beobachtungs- und Schlafplätze? - Viel mehr als Anzahl Katzen
  • Kratzbaum/-bäume? 
  • Futter und Wasser verstehen sich von selbst, aber nicht neben einem Klo Ein Catnip-Spielzeug hilft kurzzeitig gegen Langeweile

Spielzeuge in allen erdenklichen Formen gehören ebenfalls zur Grundausstattung eines Katzenhaushaltes. Aber überladen Sie Ihre Katze nicht damit, sondern tauschen Sie diese immer mal wieder aus und legen Sie einige für ein paar Tage oder Wochen zur Seite, vor allem solche mit Katzenminze.  

Ob Bällchen, Angel oder Catnip-Spielzeug, Ihrer Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Achten Sie aber darauf, dass Ihre Katze keine Teile verschlucken kann und sich nicht in Schnüren verheddert.

Allerdings sind Sie meistens als Animateur gefordert. Draußen bewegen sich die wirklich interessanten "Dinge" schließlich von alleine und müssen nicht erst von der Katze angestupst werden. Nehmen Sie sich etwas Zeit – eine Stunde pro Tag darf es schon sein – und genießen Sie die Spiele mit Ihrem Stubentiger.

Eine hervorragende Beschäftigung ist das Clicker-Training. Ihre Katze wird es lieben. Dadurch hat sie schließlich Gelegenheit, sich ihre Mahlzeiten selbst zu erarbeiten und Herausforderungen zu meistern - fast wie in der Natur. Nur, dass sie beim Clickertraining sehr viel häufiger erfolgreich ist als beim Mäusefang. Und Ihre Katze bekommt dadurch nicht nur Bewegung, sondern wird auch geistig gefordert.

Wenn Sie dann eine Pause brauchen, können Sie auch das Erkundungsverhalten Ihrer Katze anstacheln, z.B. durch mitgebrachte Kartons oder gelegentlichen Zugang in einen Nebenraum. 

Ausführliche Infos über Beschäftigung von und mit Katzen incl. Lehrvideos zum Clickertraining zeige ich Ihnen gerne in meinem Seminar.

© Birgit Rödder, 15. August 2008