Katzen sind Raubtiere, die
überwiegend als nachtaktive Einzelgänger (außer Hauskatzen, Löwen und gelegentlich
Geparde) ein sehr verstecktes Leben führen. Sie sind reine Fleischfresser
und ziehen lebende Beute dem Aas vor. Als Ansitz- oder Lauerjäger überraschen sie
die meist kleineren Beutetiere oder überwältigen sie nach einem kurzen Sprint
(Letzteres besonders Gepard).
Trotz enormer Größenunterschiede (1,6 kg bei der Schwarzfußkatze
bis zu 260 kg beim Tiger) weisen sie ein recht einheitliches, weitgehend hauskatzenähnliches,
Erscheinungsbild auf:
Gewölbte Stirn und kurze Schnauze, nackter Nasenspiegel, große und nach vorne gerichtete Augen
(mit reflektierendem Augenhintergrund, dem Tapetum lucidum). Katzen sind
Zehengänger, die Hinterfüße mit 4 Zehen, Vorderfüße mit 5 (im
Trittsiegel 4). Die langen und gebogenen Krallen
sind im Ruhezustand völlig eingezogen und werden durch Muskelarbeit
ausgefahren (bei Gepard, Flachkopfkatze und Fischkatze nur teilweise
einziehbar).
Verbreitung:
Afrika (außer
Madagaskar), Asien, Europa (außer Skandinavien), Nord- und Südamerika.
Die heute lebenden Katzen
werden in zwei Unterfamilien aufgegliedert,
die Großkatzen und
die Kleinkatzen,
die sich durch einige morphologische Merkmale unterscheiden, z.B. den Bau
des Zungenbeins und des Kehlkopfes. Letzterer ermöglicht nur den
Großkatzen das Brüllen (außer Schneeleopard und Nebelparder).
Alle Großkatzen sind große Tiere, zu den Kleinkatzen zählen jedoch auch
recht großwüchsige Arten, z.B. Puma und Gepard.
Kleinkatzen können beim Ein- und Ausatmen schnurren,
Großkatzen nur beim Ausatmen.
Systematik:
Klasse: Mammalia (Säugetiere)
Unterklasse: Eutheria (Höhere Säugetiere)
Ordnung: Carnivora (Raubtiere)
Überfamilie: Aeluroidea (= Feloidea, Katzenartige)
Familie: Felidae (Katzen)
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