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Diplom-Biologin
Birgit Rödder Spezielle Infos |
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Infos zur Vogelgrippe Als Vogelgrippe bezeichnen wir eine Geflügelpest, die durch bestimmte, hoch pathogene (= Krankheit verursachende) aviäre Influenzaviren (Subtyp H5N1) verursacht werden. Influenzaviren treten in hoher genetischer Vielfalt häufig bei Wassergeflügel auf, die meisten von ihnen verursachen jedoch keine Krankheitserscheinungen, auch nicht bei infiziertem Hausgeflügel. Wenn diese "harmlosen" Erreger jedoch zu einem hoch pathogenen Typ mutieren, können sie – unter ungünstigen Bedingungen und sehr engem Kontakt - auch Erkrankungen bei Menschen und Säugetieren hervorrufen. Das höchste Ansteckungsrisiko liegt hauptsächlich bei Hausgeflügel (Hühner, Puten) und Wasservögeln (Enten, Gänse, Schwäne), von Singvögeln geht nach bisherigem Kenntnisstand kein Infektionsrisiko aus; Tauben können sich zwar infizieren, stellen nach Ansicht der Behörden jedoch kein besonderes Verbreitungsrisiko dar. Bei Pflanzen fressenden Säugetieren wie Pferden, Rindern, Schafen wurde H5N1 noch nicht nachgewiesen; auf Schweine hat das Virus keine Auswirkungen, auch wird es von diesen nicht auf Menschen übertragen. Bei Hunden wurde bisher keine Erkrankung festgestellt. Andere Fleisch fressende Säugetiere wie Katzen und Marder können sich jedoch infizieren, wenn sie große Mengen des Erregers – durch Fressen von infiziertem Geflügel – aufnehmen. In südostasiatischen Zoos starben so Tiger und Jaguare, nachdem sie mit infizierten Hühnern gefüttert worden waren. Die einzigen infizierten Katzen in Deutschland wurden auf Rügen gefunden, dem Fundort der mit Abstand meisten befallenen Wildvögel: Allein im Bereich der Wittower Fähre wurden 100 an H5N1 verstorbene Wasservögel gefunden. Bisher gibt es noch keine wissenschaftlichen Erkenntnisse darüber, dass eine Übertragung der Erreger von Katzen auf Menschen möglich ist. Die Maßnahmen des Staates zum Schutz der Bevölkerung schließen dennoch ein "Ausgehverbot" für alle Katzen ein, die innerhalb von Vogelgrippe-Schutzzonen leben. Dem Schutz der Katzen vor einer Infektion und dadurch verursachtem Tod ist dies allemal dienlich. © Birgit Rödder, 31. März 2006 |